Donnerstag, 23. Februar 2017

Waiting for the Sun...

... heißt das neueste Muster der lieben Ute aka Wollke7, das ich testen durfte. Das war ja nun mal ein Spaßprojekt.




Eigentlich besteht dieses wunderschöne Tuch nur aus kraus rechten Reihen, aber die Konstruktion machts:  Gestartet wird mit einem "Kreis", und dann wird da mit Hebemaschen, Webstich und Richtungswechseln gearbeitet was das Zeug hält.





Den Abschluss bildet ein I-Cord, den man - genauso wie den Webstich - mit einer größeren Nadelstärke stricken sollte.

Außerdem habe ich wieder mal festgestellt, dass sich doch in so manchem Knäuel Überraschungen verbergen: Schoppels Zauberball 100 "Teezeremonie" war deutlich pinker als anfangs gedacht.

Das Muster gibt es hier auf Ravelry.


Sonntag, 22. Januar 2017

Wunderschöne Wintertage...

... herrschen hier gerade.

Ich wäre ja langsam reif für mehr Wärme und einen Jahreszeitenwechsel, aber über mangelnden Sonnenschein kann ich mich heuer nicht beklagen.

Trotz -10 Grad Celcius und zwickendem Ischias-Nerv also das perfekte Wetter (es geht mal ausnahmsweise KEIN Wind hier im Wind Weinviertel!) um die Laufschuhe anzuziehen und zu entdecken, was ein findiger Nachbar mit dem etwas Schnee, der bei uns gefallen ist, so angestellt hat:


Ist er nicht cool, der Schneemann? Man beachte die lässige Laptoptasche und die Flipflops. Letztes Jahr stand an der Stelle übrigens eine "Schneefrau" - mit einer Körbchengröße, die mich vor Neid erblassen ließ. :-)

Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann die Alte Donau in Wien das letzte Mal so dick zugefroren war, dass man unbedenklich Eislaufen gehen konnte. Heuer war es soweit, und ich habe Eislaufen schon seit Ewigkeiten nicht mehr so genossen. Kein Vergleich zum öden "Runden drehen" auf öffentlichen Eislaufplätzen (wo man noch dazu ordentlich zahlen muss).

 

Verträumte Unterwasserwelten herangezoomt ... faszinierend und doch etwas unheimlich


Gebt mir Leckerli, dann ist auch Fotografieren erlaubt!



Ein wunderschöner kristallklarer Tag geht zu Ende.

Dienstag, 3. Januar 2017

Wolle auf Vorrat und...

... ein Zauberball kommt selten allein.

Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen, 2017 keine weniger Wolle zu kaufen. So ganz hat das nicht funktioniert, weil bei einer der Wollhändlerinnen meines Vertrauens ist mir bereits gestern diese Schönheit ins Auge gefallen:

Handgefärbte Stränge von Ferner Wolle. Daraus wird wohl ein Tuch werden, so ganz bin ich mir da noch nicht sicher, aber Vorfreude ist ja auch die schönste Freude.

Aber damit ich heuer wirklich keine weniger Wolle kaufe, habe ich mir überlegt, dass ich meine - zugegeben reichlich vorhandenen - Vorräte einfach etwas besser visualisieren muss, um mir vor Augen zu führen, was eigentlich alles auf die Verstrickung wartet.

Mein Stash befindet sich in diversen, großteils undurchsichtigen, Körben und Kisten, also nicht direkt vor meiner Nase. Aber das hat sich jetzt teilweise geändert. Voriges Jahr bekam ich dieses entzückende Kräuterkistchen, das vom Kind relativ bald in einen "Sammelkorb" für Kastanien umgewandelt wurde:



Eigentlich viel zu schade, um es jetzt im Winter auf der Terrasse verrosten zu lassen, oder? Noch dazu, wo noch diese Zauberball-Herde (gekauft 2016, also zählt sie nicht für Vorsätze 😀) in der Lieferschachtel herumgammelte.


Also flugs die Kräuterkiste reingeholt und gereinigt und mit neuen Bewohnern bestückt.


 Diese dürfen jetzt bei mir im Wohnzimmer wohnen, derzeit noch neben dem Christbaum und bald statt ihm.




Allein der Anblick macht mich schon ganz glücklich, und darum sollte es bei Dingen, die man sich anschafft, doch gehen, oder?

In diesem Sinne, auf ein "wollkaufarmes" Jahr 2017!


Freitag, 30. Dezember 2016

Nein sagen

Wann habt Ihr das letzte Mal mit Überzeugung laut und deutlich "NEIN" gesagt? Ich meine jetzt nicht zu sich abstrakt anfühlenden, weit entfernten Dingen wie dem Krieg in Syrien, Kindesmisshandlung oder dem Nationalsozialismus, aber zu einer Person, die euch Auge in Auge gegenübersteht?

Mir fällt so was schwer, egal ob es sich um meine Tochter handelt, die "nur noch eine Geschichte" vorgelesen bekommen oder um meinen Chef, der "nur noch eine Kleinigkeit" vor dem Feierabend erledigt haben will.




Umso mehr hat mich das folgende Märchen aus dem Buch "Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid" von Frederik Bakman berührt:

Das Mädchen, das nein sagte

Es war einmal eine Königin, die war eine sehr mutige und gerechte Prinzessin gewesen, die alle liebten, aber leider war sie erwachsen geworden, und damit war die Angst gekommen, wie das bei Erwachsenen so war. Sie fing an, Effizienz zu lieben und Konflikte zu scheuen. So wie Erwachsene das eben tun.

Also verbot die Königin einfach die Konflikte im ganzen Königreich. Alle sollten immer gut miteinander auskommen, denn das war gut für die Effizienz. Und weil die meisten Konflikte damit beginnen, dass jemand „nein“ sagt, verbot die Königin auch dieses Wort. Und alle, die gegen dieses Gesetz verstießen, wurden unverzüglich in ein großes Nein-Gefängnis geworfen, und Hunderte Soldaten in schwarzen Rüstungen, die die „Ja-Sager“ genannt wurden, patrouillierten durch die Straßen, um zu kontrollieren, dass niemand mit jemand anderem Streit hatte. Doch nicht einmal damit gab sich die Königin zufrieden, deshalb war bald nicht mehr nur das Wort „nein“ verboten, sondern auch Worte wie „nicht“ und „vielleicht“ und „na ja“ beförderten dich direkt ins Gefängnis, wo du nie mehr das Tageslicht zu sehen bekamst. Und wenn du es doch sehen konntest, dann hängte einer der Ja-Sager sofort neue Vorhänge auf.

Ein paar Jahre später waren sogar Ausdrücke wie „möglicherweise“ und „eventuell“ und „wir werden sehen“ verboten. Und irgendwann traute sich niemand mehr, überhaupt noch ein Wort zu sprechen. Und da fand die Königin, dass man das Sprechen dann auch ganz verbieten könne, denn fast alle Konflikte beginnen doch damit, dass einer etwas sagt. Und danach war es im Königreich für einige Jahre sehr, sehr still. Bis eines Tages ein kleines Mädchen angeritten kam und sang. Und alle starten es an, denn Gesang ear ein äußerst ernstes Vergehen im Königreich, weil beim Gesang das Risiko besteht, dass er vielleicht dem einen gefällt, dem anderen aber nicht und dass daraus ein Konflikt entsteht.

Also rückten die Ja-Sager aus, um das Mädchen aufzuhalten, aber sie schafften es nicht, es einzufangen, weil es sehr gut im Rennen war. Also läuteten die Ja-Sager alle Glücken und forderten Verstärkung an. Woraufhin man die Paragraphenreiter rief, die so genannt wurden, weil sie auf einer bestimmten Tierart ritten, die eine Kreuzung aus einer Giraffe und einem Gesetzbuch waren und Paragraphen genannt wurden. Sie stellten die Elitetruppe der Königin und ritten aus, um das Mädchen zu stoppen. Doch nicht einmal die Paragraphenreiter bekamen es zu fassen, also rauschte am Ende die Königin selbst aus ihrem Schloss heraus und brüllte das Mädchen an, es solle endlich aufhören zu singen.


Und da drehte sich das Mädchen zur Königin um, sah ihr eindringlich in die Augen und antwortete: „Nein.“ Und als es das sagte, löste sich ein Stein aus der Gefängnismauer. Und als das Mädchen ein zweites Mal „nein“ sagte, löste sich noch einer. Und bald standen das Mädchen und die anderen Bewohnter des Königreiches, sogar die Ja-Sager und die Paragraphenreiter, da und schrien: „Nein! Nein! Nein!“, und da brach das ganze Gefängnis in sich zusammen. Und auf die Art lernte das Volk, dass eine Königin nur so lange mächtig ist, wie ihre Untertanen Angst vor Konflikten haben.


Mein Vorsatz für das neue Jahr: Öfter "Nein" Sagen - nicht zum Leben, zur Familie und zu Freunden, aber zum "System" und zu den Energie-Fressern in meinem Leben. Man liest sich 2017.



Sonntag, 27. November 2016

Advent, Advent...

... das erste Lichtlein brennt.

Sonderlich weihnachtlich war mir aber bis heute noch nicht zumute, obwohl ich schon fleissig Weihnachtsanhänger gebastelt habe:

Prinzipiell bin ich ja ein großer Weihnachtsfan, aber heuer fiel das erste Adventwochenende mit dem "Black Friday" zusammen, Von Fluglinien über Wolle, Kosmetika und Taschen... einfach alles war billiger. Und so gerne ich hie und da schöne Sachen kaufe (okay, und bei Wolle ist es auch öfter als hie und da :-): Irgendwie ging mir dieser Konsumwahn heuer tierisch auf die Nerven.

So hat meine private Mailbox die ganze letzte Woche ausgesehen:


Ich weiß ganz genau, dass ich nichts brauche, im Überfluss lebe... und trotzdem haben mich diese Mails dazu gebracht, darüber nachzudenken, ob ich nicht DOCH eine zweite Mascara von Bobbi Brown brauche ... oder DOCH noch ein Parfum.... oder DOCH den dritten Strickbeutel, diesmal von Franz.....  Von Wolle ganz zu schweigen...

Bin aber sehr stolz auf mich, standhaft geblieben zu sein und statt mit shoppen die Zeit mit der Frage der Realisierung der Wunschliste des Tochterkindes verbracht zu haben. Die sieht nämlich heuer so aus:


Mehrere Tage habe ich "Lobbying" betrieben um den (ersten) Hauptwunsch etwas realitätsnaher zu gestalten, hat aber nichts genutzt. Stattdessen wurde dem Wunschzettel noch ein Annex hinzugefügt:


Jetzt wird das Tochterkind wohl mit der Enttäuschung leben müssen (und ab dem 24. vielleicht nicht mehr ans Christkind glauben), aber der heutige Besuch am Adventmarkt in Schloss Hof war trotzdem wunderschön:



Donnerstag, 17. November 2016

Der graue Novemberblues...

... hat mich ordentlich im Griff. Es ist nebelig, feucht, kalt und viel zu früh finster. Ich muss mich ordentlich überwinden, um raus laufen zu gehen, dabei gibt es auch um diese Jahreszeit viel zu entdecken:

eine ver(w)irrte Mohnblume mitten in der "Gstetten"

ein gefallener Baumriese


mit Moos bewachsen


das seine wahre Schönheit erst unter der Lupe offenbart 
ohne Worte

 
Wann hier wohl zum letzten Mal jemand gesessen ist? 

Nach einem solchen Herbstlauf möchte man sich daheim mit einem guten Buch in ein schönes kuscheliges Tuch schmiegen. Sehr warm und groß ist diese meine Variante eines Fire in the Sky von Ute geworden:






Mutige Farben, aber das leuchtende Rot in Kontrast mit dem kühlen Schwarz-Weiß-Grau heizt so richtig ein. Das Brioche-Fieber hat mich gepackt, als nächstes kommt eine Haube dran - diesmal aber in etwas dezenteren Brauntönen.

Samstag, 8. Oktober 2016

Es war einer dieser Tage...

... die nicht optimal beginnen.

Eigentlich wollte ich ausschlafen - das Tochterkind hatte etwas anderes vor ("Mama, ich hab sooo Hunger!"). Eigentlich wollte ich am Vormittag laufen gehen - der Kindesvater hatte etwas anderes vor ("Ich muss mit dem Auto in die Werkstatt."). Eigentlich wollte ich in Ruhe lesen  - der Haushalt hatte etwas anderes vor (Die Wäsche stapelte sich schon bis unter die Decke).

Kurz und gut, kein idealer Tagesbeginn. Aber dann ... hab ich mein Tuch für Mara  fertig testgestrickt. Und weil wir alle zusammen schon den Lagerkoller hatten, hab ich kurzerhand Familie samt BFF der Tochter gepackt und sie zwecks Fotoshooting mit in den Wald genommen.

Es hat so gut getan!
Zuerst einmal das Tuch, vorgeführt von mir gleich am Anfang unserer Tour (man bemerke, dass ich schon nach den ersten 100 m ein Lächeln im Gesicht trage :-)


War ein ganz einfaches Muster in Streifen mit Strukturteilen und einem kleinen Lacemuster, der perfekte "No-Brainer" fürs Pendeln in der s-Bahn.

Die Mädels hatten inzwischen Spaß mit ihren "Regenschirmen".



So sieht das gute Stück in seiner ganzen Größe aus... gibt optisch ganz schön was her, finde ich.


Und am Aussichtsturm hat der Wind dann noch zu ein paar "beschwingten" Aufnahmen geführt.



Details zum Projekt gibt es hier auf meiner Ravelry-Projektseite.